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Jahresrückblick 2018 von Bürgermeister Daniel Bullinger

Weihnachts- und Neujahrswünsche  
"Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern fragt, was ihr für euer Land tun könnt." (John F. Kennedy, amerikanischer Präsident von 1961–1963) 
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 
ein erneut kommunalpolitisch spannendes und sehr arbeitsintensives Jahr geht zu Ende. 
Als Mitbürger-/innen konnten Sie verfolgen, dass in unserer Gemeinde im abgelaufenen Jahr sich einiges bewegt hat und für die Folgejahre angestoßen wurde.
 
Im Folgenden werde ich nur auf einige Projekte in unserer Gemeinde eingehen können. Zusätzlich werfe ich einen kurzen Blick in die Europa-, Bundes- und Landespolitik, soweit dies unser Handeln vor Ort beeinflusst hat.
 
Der „Brexit“ war und ist das dominante Thema in der Europapolitik. Mit dieser Entscheidung haben die Briten Europa sicherlich keinen Gefallen getan, aber am Ende wohl sich selbst am wenigsten. In einer globalen Welt helfen keine nationalen Alleingänge oder um es mit Hans-Dietrich Genscher zu sagen: "Europa ist unsere Zukunft - wir haben keine andere“. Die Auswirkungen auf die örtliche Wirtschaft bleiben abzuwarten. Bei der Europawahl im kommenden Jahr haben wir es selbst in der Hand mit pro-europäischen Parteien unsere Zukunft zu stärken.
 
Großes Thema zwischen Bund und Land ist der sogenannte „Digitalpakt Schule“. Hierbei geht es darum, dass Geld des Bundes an die Schulen fließen soll um dort die Digitalisierung voranzutreiben. Dieser Strukturwandel kostet viel Geld und auch wir als Gemeinde benötigen diese Unterstützung als Schulträger. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg wird dies als Einmischung in die Schulpolitik gesehen, weil der Bund bei der Vergabe der Mittel mitsprechen möchte. Man kann das so sehen, aber vielleicht ist die jetzige Diskussion auch ein Anstoß einmal über bundeseinheitliche Standards und Schulabschlüsse zu sprechen. Der Weg zum Ziel kann vor Ort durch die Lehrer/innen entschieden werden. Städte und Gemeinden benötigen auf jeden Fall in den nächsten Jahren die Mittel, damit die Schulen auch weiterhin ihrer Aufgabe gerecht werden können, auf das (Berufs)Leben vorzubereiten.
 
Im ländlichen Raum und damit auch im Landkreis Schwäbisch Hall ist der Zustand der Landesstraßen ein Dauerthema. Mit der Aufstellung von neuen Kriterien durch das Land ist die Ortsumfahrung Hausen nicht mehr im vordringlichen Bedarf zu finden. Im Rahmen einer Bürgerversammlung stellte sich das Land vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart dieser Tatsache. Zusammen mit dem Land arbeitet man nun an der Möglichkeit der Sanierung der Landesstraße zusammen mit der Erneuerung der kommunalen Infrastruktur. Hierzu hat die Gemeinde Förderanträge für die Sanierung/Erneuerung der dortigen Wasser-/und Abwasserleitungen gestellt. Weiter ein Sanierungsgebiet mit Schwerpunkt entlang der Ortsdurchfahrt Hausen beantragt um unseren Mitbürger/-innen die Möglichkeit zu geben sich z.B. Lärmschutzmaßnahmen fördern zu lassen. Ob bereits 2020 mit der Sanierung/Erneuerung der kommunalen Infrastruktur mit Fahrbahnerneuerung begonnen werden kann hängt von der Bewilligung von Fördermitteln und der Fördersituation bei anderen Großmaßnahmen der Gemeinde wie z.B. die Erweiterung des Kindergarten/der Kinderkrippe Pusteblume ab. Aber auch von der geplanten Sanierung der Brücke in der Brückenstraße in Hausen mit geplanter Förderung vom Land.
 
Während es bei den Landesstraßen weiterhin einen Sanierungsstau gibt, kommt der Landkreis seiner Verpflichtung zur Instandsetzung der Kreisstraßen nach. So werden diese nach und nach saniert oder bei Bedarf ausgebaut. Abgeschlossen werden konnte in unserer Gemeinde die Sanierung der Kreisstraße 2675 nach Marbächle. In dessen Zuge hat die Gemeinde auch die parallel liegende Wasserleitung mit erneuert.

Einweihung der K 2675 mit LR Bauer und BM Bullinger
Einweihung der K 2675 mit LR Bauer und BM Bullinger

Bei der Breitbandversorgung im Landkreis sind wir einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Der Kreistag hat in seiner Sitzung in Oberrot der Backbone Planung zugestimmt. Bis auf die Verwaltungsgemeinschaft Schwäbisch Hall haben alle Kreisgemeinden der interkommunalen Zusammenarbeit und damit der in der Arbeitsgruppe erarbeiteten Vereinbarung zugestimmt. Bei der Arbeitsgruppe durfte ich die Gemeinden im Limpurger Land vertreten. In unserer Gemeinde haben wir im Zuge der Erneuerung und des Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Firma Fertighaus Weiss und der Abbiegung nach Neuhausen bereits Leerrohre und einen Schacht für den Backbone Abschnitt Viehhaus/Neuhausen/Erlenhof umgesetzt. Bis eine flächendeckende Breitbandversorgung aufgebaut ist werden allerdings, entgegen der Äußerungen in der Bundespolitik, noch viele Jahre vergehen.
 
Im Gemeindeverwaltungsverband Limpurger Land wollen wir in Zukunft noch mehr zusammenarbeiten und uns gemeinsam präsentieren. Auf Initiative der Gemeinde Oberrot und in Absprache mit den anderen Gemeinden hat sich der Gemeindeverwaltungsverband erfolgreich um das Pilotprojekt „Digitalisierung und Heimat“ beim Gemeindetag Baden-Württemberg beworben. Die Verbandsversammlung hat im ersten Schritt der Beauftragung einer Bürgerbeteiligung mit IST-Analyse im Limpurger Land zugestimmt.
 
Nach der Einweihung der neuen Rundwanderwege im letzten Jahr, konnte nun zum Krämermarkt der gemeinsame Wanderflyer mit der Gemeinde Fichtenberg veröffentlicht werden. Bereits davor machten zahlreiche Gäste aus dem Schwäbischen Wald und darüber hinaus offiziell Gebrauch von den neuen Wegen durch die Teilnahme am ersten Rottal-Wandermarathon. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer die das Wanderleitsystem auf Stand halten.

Ehrenamtliche Helfer für das Wanderleitsystem mit den Bürgermeistern Bullinger (Oberrot) und Miola (Fichtenberg) sowie der WaldFee
Ehrenamtliche Helfer für das Wanderleitsystem mit den Bürgermeistern Bullinger (Oberrot) und Miola (Fichtenberg) sowie der WaldFee

Der Um- und Neubau des Bauhofs und der Feuerwehr konnte leider noch nicht abgeschlossen werden. Geplant war eigentlich der Abschluss zum Ende des Jahres. Während die Feuerwehr im Sommer in den Neubauteil bereits einziehen konnte, laufen die Arbeiten im Bestand noch. Die Folgen eines sehr gut ausgelasteten Bau- und Handwerkermarktes bekommen damit auch wir als Gemeinde zu spüren.

Umzug der Feuerwehr ins neue Gebäude
Umzug der Feuerwehr ins neue Gebäude

Im Zusammenhang mit dem Um-/Neubau des Bauhof und der Feuerwehr machte sich die Gemeinde auch Gedanken über eine E-Tankstelle. Zusammen mit der EnBW ODR konnte dieser Wunsch erfüllt werden. Die Tankstelle liegt dabei günstig in unmittelbarer Nähe zu den kommunalen Sport- und Bildungseinrichtungen, dem Tennisclub, dem Bauhof, der Feuerwehr und dem ZOB.

Übergabe der e-Lade-Säule durch die EnBW
Übergabe der e-Lade-Säule durch die EnBW

Um den Bestand der Eugen-und-Hermann-Klenk-Sporthalle zu erhalten musste das bestehende Dach saniert werden. Die Maßnahme stellte sich in Teilen aufwendig dar, konnte aber am Ende erfolgreich und unter der erwarteten Kostenschätzung abgerechnet werden. Zum Erfolg trugen alle Beteiligten bei. Finanziell unterstützt wurde die Sanierung durch das Land.
 
Nach über 20 Jahren entstehen in der Gemeinde wieder neue Mehrfamilienhäuser und das im Innenbereich von Oberrot. Den Anfang machte die Firma Röwisch, gefolgt von der Firma Otterbach auf dem Hirsch Areal. Zur Baufreimachung des Hirsch Areals bewarb sich die Gemeinde erfolgreich um Mittel im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes.

Aktueller Baufortschritt am Hirsch-Areal
Aktueller Baufortschritt am Hirsch-Areal

Auch im Jahr 2018 pflegten wir einen guten Kontakt zu unserer Partnergemeinde Zweisimmen in der Schweiz. Eingeladen war eine Delegation aus Mitgliedern der Feuerwehr und des Gemeinderat zur Einweihung des Jahrhundertprojekts „SimmentalARENA“. Ein Neubau der Markthalle und der Feuerwehr. Im Sommer besuchten dann auch noch Schüler der Grund- und Werkrealschule unsere Partnergemeinde im Rahmen eines Schullandheimes.

Einweihung der neuen Simmental-Arena in Zweisimmen
Einweihung der neuen Simmental-Arena in Zweisimmen

Eine traurige Nachricht erreichte uns Ende Februar. Kurz vor seinem 90. Geburtstag verstarb unser Ehrenbürger Eugen Klenk. Eine Persönlichkeit die mit seiner Firma und auch mit seinem privaten Wirken unsere Gemeinde wesentlich geprägt hat. Gegenüber seiner Heimatgemeinde zeigte er sich stets erkenntlich. So gründete er zum Beispiel die Bürgerstiftung oder unterstützte den Bau der Sporthalle. Zuletzt hatte er den Bau der neuen Friedhofshalle gespendet.
 
Noch im Dezember konnten wir den Bebauungsplan zur Erweiterung des Neubaugebietes im Gemeinderat abschließen. Entstehen werden 23 attraktive Bauplätze für Einfamilienhäuser und 2 Bauplätze für Mehrfamilienhäuser. Das Baugebiet soll eine sehr gute Breitbandversorgung durch Glasfaser erhalten. Die Erschließungsarbeiten werden direkt nach dem Jahreswechsel ausgeschrieben. Mit einer Vermarktung kann voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2020 begonnen werden.

Im November hat der Gemeinderat beschlossen die Kindertageseinrichtung Pusteblume um zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe aufzustocken. Hinzu kommt noch eine Investition im Kindergarten Regenbogen um die Voraussetzungen für eine weitere Gruppe schaffen zu können. Hintergrund ist das die Gemeinde im dritten Jahr in Folge stark überdurchschnittliche Geburtszahlen zu verzeichnen hat, worüber wir uns natürlich sehr freuen, trotz der nun anstehenden auch finanziellen Herausforderung bei der Anpassung der Betreuungskapazitäten.

Ansicht Erweiterung Kindertageseinrichtung Pusteblume
Ansicht Erweiterung Kindertageseinrichtung Pusteblume

Ich könnte jetzt noch viele weitere Projekte an dieser Stelle nennen, will es aber mit der Auswahl hier belassen. Erlauben Sie mir aber noch einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2019.
 
Der Um-/Neubau des Bauhof und der Feuerwehr wird abgeschlossen werden. Im Rahmen eines Feuerwehrfestes vom 10. bis 12. Mai wollen wir die Einweihung gemeinsam feiern.
Neben der Erschließung der Erweiterung des Neubaugebietes, soll auch das Gewerbegebiet „Vorderer Stiersbach“ erschlossen werden. Der Bebauungsplan und der notwendige Retentionsraum für die Erschließung konnte inzwischen abgeschlossen werden. Zu Ende gebracht werden soll der Bebauungsplan für die Erweiterung der Musterhaussiedlung.
Die notwendige Erweiterung der Krippe und der Kindergärten wird uns mit Sicherheit ganzjährig beschäftigen. Zunächst mit der Antragstellung für die Fachförderung und für den Ausgleichstock jeweils beim Land.
Beim Regierungspräsidium soll nach der positiven Stellungnahme des LEADER Ausschusses im Schwäbischen Wald der Förderantrag für die Modernisierung des Eugen-Klenk-Platz eingereicht werden.
Nicht zuletzt stehen Europa- und Kommunalwahlen an. Damit wird auch ein neuer Kreistag und Gemeinderat gewählt. Eine spannende Zeit für jeden Kreisrat und Bürgermeister. Ich würde mich freuen auch in Zukunft im Kreistag die Interessen unserer Gemeinde vertreten zu dürfen.
Im Jahr 2019 und 2020 wird es in der Gemeinde einige Veranstaltungen geben auf Grund des vor 50 Jahren erfolgten Zusammenschluss von Hausen und Oberrot. So wird am 1. Mai 2019 das Kinderfest des Schwäbischen Waldes bei uns zu Gast sein.
 
Für das zu Ende gehende Jahr möchte ich mich herzlich beim Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit und bei allen meinen Mitarbeiter/innen für deren Arbeit bedanken, gemeinsam haben wir dazu beigetragen unsere Gemeinde positiv weiter zu entwickeln.
 
Ein herzlicher Dank geht auch im Namen des Gemeinderats an alle Spenderinnen und Spendern, die uns als Gemeinde unterstützt haben, an unserer Vereine, Kirchen, bürgerschaftlichen Initiativen und sozialen Einrichtungen.
 
An alle, die uns bei der Umsetzung unserer Projekte und bei der täglichen Arbeit unterstützt haben. Hier im speziellen unser Verbandsbauamt, alle Planer und alle Landes- und Bundesbehörden sowie sonstige Organisationen. Wie auch den Abgeordneten die uns in unseren politischen Anliegen und bei Förderanträgen unterstützt haben.
 
Ein Dank auch an die Redaktion und die Mitarbeiter/innen der Rundschau für die stets faire Berichterstattung aus unserer Gemeinde.
 
Auch im nächsten Jahr freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit mit meinen Kreistags- und Bürgermeisterkollegen aus dem Limpurger Land und den Nachbargemeinden sowie bedanke mich für die Zusammenarbeit im Jahr 2018.
 
Ein herzlicher Dank geht an die örtlichen Rettungskräfte, den Polizeiposten Gaildorf und besonders unsere Feuerwehr.
 
Ihnen wünsche ich persönlich besinnliche Weihnachtstage im Kreise ihrer Familien, einen guten sowie gesunden Start ins Jahr 2019 und freue mich auf zukünftige persönliche Begegnungen.
 
Herzliche Grüße
Daniel Bullinger
Bürgermeister