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klimaZENTRUM Landkreis Schwäbisch Hall: PV am Eigenheim lohnt sich - jetzt Planungssicherheit sichern

Die Diskussion um Einspeisevergütung und Direktvermarktung macht deutlich: Für private
Haushalte ist jetzt ein guter Zeitpunkt, aktiv zu werden.

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Eigenheimen ist aktuell wirtschaftlich attraktiv. Gleichzeitig führen
aktuelle politische Diskussionen zu neuen Fragezeichen bei privaten Investoren. Hintergrund ist ein jüngster
Entwurf aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das derzeit unter Leitung von Katherina Reiche
steht. Ein bekannt gewordener interner Entwurf deutet darauf hin, dass die Einspeisevergütung für
Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt (kW) künftig entfallen könnte.
Bislang profitieren Betreiberinnen und Betreiber kleinerer PV-Anlagen von einer gesetzlich garantierten
Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese sorgt für verlässliche
Rahmenbedingungen und macht Investitionen auf dem eigenen Dach gut kalkulierbar. Sollte die Vergütung für
Anlagen unter 25 kW tatsächlich gestrichen werden, würde sich die wirtschaftliche Bewertung insbesondere für
private Haushalte verändern. Der Eigenverbrauch bliebe weiterhin attraktiv – vor allem bei steigenden
Strompreisen – jedoch entfiele die zusätzliche Absicherung durch die garantierte Vergütung für überschüssig
eingespeisten Strom. Auch die optimale Auslegung der Anlagengröße müsste künftig neu bewertet werden.
Für größere Anlagen über 25 kW sieht der Diskussionsstand eine stärkere Ausrichtung auf die
Direktvermarktung vor. Dabei wird der erzeugte Strom nicht mehr zu festen Vergütungssätzen eingespeist,
sondern aktiv über die Strombörse vermarktet – in der Regel mithilfe spezialisierter Dienstleister. Aktuell gibt es
jedoch nur wenige Anbieter, die kleinere gewerbliche oder größere private Anlagen in diesem Leistungsbereich
betreuen. Für Anlagenbetreiber könnten dadurch zusätzlicher organisatorischer Aufwand, weitere Kosten und
wirtschaftliche Unsicherheiten entstehen.
Unabhängig von den politischen Entwicklungen bleibt festzuhalten: Eine Photovoltaikanlage im
Einfamilienhausbereich mit einer Leistung von etwa 8 bis 15 kW amortisiert sich derzeit – abhängig von
Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Investitionskosten – häufig innerhalb von acht bis zwölf Jahren. Durch
den Einsatz eines Batteriespeichers lässt sich der Eigenverbrauch auf bis zu 75 bis 85 Prozent steigern, was die
Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessert.
Darüber hinaus profitieren Eigentümerinnen und Eigentümer von langfristig kalkulierbaren Stromkosten, einer
höheren Unabhängigkeit von Energiepreissteigerungen, einer möglichen Wertsteigerung der Immobilie sowie
einem aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
In der Solarbranche sind die aktuellen politischen Überlegungen bereits spürbar. Installationsbetriebe berichten
von einer steigenden Nachfrage. Viele Interessierte möchten sich die derzeit gültigen Rahmenbedingungen
sichern. Maßgeblich ist dabei in der Regel der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage. Ein Inkrafttreten von
Änderungen ist spätestens zum 1. Januar 2027 vorgesehen.
Das Klimazentrum rät daher, sich frühzeitig zu informieren und individuell beraten zu lassen. Verbraucherinnen
und Verbraucher können über die Verbraucherzentrale eine aufsuchende PV-Beratung für einen Eigenanteil von
40 Euro in Anspruch nehmen, um Wirtschaftlichkeit und technische Möglichkeiten prüfen zu lassen. Ein erster
Beratungsschritt ist telefonisch kostenfrei möglich.
Alternativ lädt das Klimazentrum regelmäßig zu Vorträgen zum Thema „PV am Eigenheim“ ein. Dort werden
Wirtschaftlichkeit, Technik, Speicherlösungen, rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Marktentwicklungen
transparent, praxisnah und unabhängig erläutert. Weitere Informationen sind unter www.klimazentrum-sha.de
erhältlich. Interessierte erreichen das Klimazentrum telefonisch unter 07904 945 9910.